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Projektstatus:
Abgeschlossen (2002 - 2009)

Projektleiter:
Prof. Dr. med. Rolf-Detlef Treede
Mechanismen der nozizeptiven Langzeitpotenzierung (LTP) beim Menschen und
deren Bedeutung bei der Induktion und Aufrechterhaltung neuropathischer Schmerzsyndrome

Eine veränderte Signalverarbeitung im Zentralnervensystem (zentrale Sensibilisierung) spielt eine entscheidende Rolle in der Pathophysiologie neuropathischer Schmerzsyndrome. Dies gilt sowohl für den Spontanschmerz als auch für die begleitenden Sensibilitätsstörungen (Hyperalgesie, Allodynie, Sensibilitätsverlust). Untersuchungen an isolierten Schnittpräparaten des Rückenmarks haben die Langzeitpotenzierung (LTP) der synaptischen Signalübertragung als wahrscheinlichen Mechanismus bei dieser Art von neuropathischem Schmerz identifiziert.

Ziel dieses Projekts ist die Etablierung eines neuartigen humanexperimentellen Modells des neuropathischen Schmerzes durch Auslösung von LTP mittels elektrischer Hautreizung. Die Konsequenzen der experimentell induzierten LTP für die nozizeptive Signalverarbeitung und die Wahrnehmung schmerzhafter Reize sollen mittels psychophysischer, klinisch neurophysiologischer und bildgebender Verfahren charakterisiert werden. Dazu gehört auch die Aufhebung der LTP durch Auslösung von Langzeitdepression oder durch pharmakologische Interventionen. Die gleichen Messverfahren sollen auch bei Patienten zur mechanismenbasierten Klassifikation neuropathischer Schmerzsyndrome eingesetzt werden. Parallele Interventionsstudien bei gesunden Probanden und bei Patientengruppen sollen helfen, mechanismenbasierte Therapieansätze zu identifizieren.

Dieses Projekt liefert den experimentellen und methodischen Hintergrund für die quantitative Sensibilitätsprüfung in den multizentrischen Studien der integrativen Netzwerkprojekte.