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Projektstatus:
BMBF Förderung abgeschlossen (2002 - 2012)
Fortführung des Projektes im DFNS e.V.

Projektleiter:
Prof. Dr. med. Christoph Maier
Zentrumsübergreifende Datenbank Neuropathischer Schmerz

Das zentrale, intergrative Netzwerkprojekt umfasst den Ausbau, die Pflege, die Optimierung und die Auswertung einer Datenbank (QUAST) zu neuropathischem Schmerz. Diese Datenbank beinhaltet genaue quantitative Veränderungen der Hautsensibilität sowie psychologische Hintergründe von Patienten mit unterschiedlichen neuropathischen Schmerzbildern.

QUAST konnte noch im Laufe der 3. Förderperiode optimiert und erweitert werden: Es findet als neues Programm NeuroQUAST im Rahmen des DFNS sowie der internationalen Projekte Europain und Neuropain Anwendung - damit stehen die Grundvoraussetzungen für eine europäische Referenzdatenbank für neuropathischen Schmerz. Ende 2012 enthielt NeuroQUAST Datensätze von 2760 Patienten sowie von 607 gesunden Probanden als Kontrollpatienten (Normdatenbank).

Weiteres Ziel ist, in den nächsten Jahren diagnostische Auswertungs-Tools zu entwickeln, die über das Netzwerk hinaus eine individualisierte Diagnostik pathologisch-neuropathischer Konstellationen ermöglichen sollen. Solche Tools sind zum einen wirtschaftlich und wissenschaftlich wichtige EDV Lösungen zur Erforschung neuer Therapiestrategien sowohl für die forschende Industrie als auch für akademische Partner. Zum anderen stellen sie effiziente Instrumente zur Unterstützung von Kliniken und Praxen dar.

Zum Aufbau der Datenbank pflegten alle Verbundteilnehmer im Laufe der ersten beiden Förderperioden vom DFNS genau definierte Patientendaten ein, die für jeden Patienten mehr als 500 standardisierte und wissenschaftlich gesicherte Parameter einschließen, darunter: spezifische Schmerzproblematik, die mittels Quantitativ Sensorischer Testung (QST) erfasst wird, sowie sozioökonomische, psychosoziale und psychologische Hintergründe. Wichtiges Ziel zur Anwendung der QST-Testbatterie war die Entwicklung und Anwendung eines standardisierten Protokolls. Hierzu wurden die Mitarbeiter in zehn Zentren standardisiert ausgebildet (Mainz). Die auf diese Weise etablierte Datenbank lieferte die Möglichkeit, die gewonnen Patientendaten mit denen des gesunden Probandenkollektivs zu vergleichen und so genaue Kriterien festzulegen, ab wann neuropathischer Schmerz vorliegt.

Darüber hinaus wurde eine Blut- und DNA-Bank (Zentrale in München) aufgebaut, die es erlaubt, genetische Ursachen für die Entwicklung einer chronifizierten neuropathischen Schmerzkarriere sowie das verminderte Ansprechen auf bestimmte pharmakologische Behandlungen zu untersuchen.

Die Koordination der Daten erfolgt durch ein zentrales Datenmanagementsystem (ehemals QUAST, jetzt NeuroQUAST; Standort: Bochum), das gleichzeitig die Qualitätssicherung ermöglicht. Mit den Patientendaten lassen sich außerdem Kostenanalysen und Symptombeschreibungen der jeweiligen Krankheit entwickeln sowie die Häufigkeit zusätzlich auftretender psychischer Erkrankungen feststellen.

Gleichzeitig dienen diese Daten zur Beschreibung von Patientenmerkmalen und zur Einteilung in Patientengruppen, die in Studien zur primären und sekundären Prävention der Schmerzchronifizierung eingeschlossen werden können. In diesen Präventionsstudien kann die Effektivität von verschiedenen Substanzen in der Verhinderung und Behandlung chronischer Schmerzen untersucht werden.


Struktur des DFNS
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