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Projektstatus:
Abgeschlossen (2002 - 2008)

Projektleiter:
Prof. Dr. med. Ralf Baron
Zentrale motorische Störungen und Kälteallodynie bei neuropathischen Schmerzsyndromen — wird das motorische Programm durch zentrale Schmerzmechanismen und sympathische Aktivität verändert?

Einige neuropathische Schmerzsyndrome sind durch schwere Bewegungsstörungen gekennzeichnet. Die Genese der motorischen Störungen soll im zentralen Nervensystem liegen, initiiert durch einen intensiven schmerzhaften Stimulus. Sympathikusblockaden können die motorischen Symptome dramatisch bessern. Die pathophysiologischen Mechanismen der motorischen Störungen und der sympathisch-somatomotorischen Interaktion sind unklar.

Das Ziel ist, bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen den Einfluss von Schmerz und sympathischer Aktivität auf die Bewegungsabläufe und auf das zentrale motorische Programm zu analysieren. Ausgangspunkt sind folgende Hypothesen:

I. Die motorischen Symptome bei neuropathischen Patienten sind durch Veränderungen des zerebralen motorischen Programms begründet und werden durch sympathische Aktivität moduliert.
II. Eine periphere nozizeptive Stimulation ist in der Lage, das motorische Programm zu verändern.
III. Patienten mit zentralen Mechanismen der Schmerzentstehung weisen häufiger motorische Störungen auf.

Die motorische Funktion wird durch quantitative computerbasierte motorische Analysen (kinematische Zielbewegung, Griffkraftanalyse) untersucht. Mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie wird das zerebrale motorische Aktivierungsmuster während einer komplexen Greifbewegung dargestellt. Um den Einfluss eines schmerzhaften Stimulus auf das motorische Programm bei Gesunden zu evaluieren, werden die motorischen Tests nach Applikation eines experimentellen Schmerzreizes bei Probanden durchgeführt. Um den Einfluss des sympathischen Nervensystems auf die motorischen Störungen abzuschätzen, werden die motorischen Tests nach einer kontrollierten Aktivierung des sympathischen Nervensystems durchgeführt. Neben Patienten mit komplexem regionalem Schmerzsyndrom (CRPS) mit schweren Bewegungsstörungen werden ebenfalls Patienten mit anderen neuropathischen Schmerzsyndromen analysiert, um kleinste subklinische Störungen der zentralen motorischen Steuerung zu erfassen.

Das detailierte Wissen über die sensorisch-motorische und sympathomotorische Integration wird den Weg für neue Therapiestrategien neuropathischer Schmerzen öffen.